Straußfurt mit den Ortsteilen Henschleben und Vehra

Telefon (036376) 5 34 44

Öffnungszeiten:
Bürgermeister
Dienstags 16.00 – 18.00 Uhr im Bürgermeisteramt

Ortsteilbürgermeister
jeden 1. und 3. Dienstag 18.30 – 19.30 Uhr in Henschleben im ehemaligen Konsum

jeden 2. und 4. Dienstag 18.30 – 19.30 Uhr in Vehra im ehem. Konsum

Einwohner/Fläche:

2.105 Einwohner auf einer Fläche von 2.184 ha.

 

Schon der Name der Gemeinde belegt, welche Bedeutung der Ort schon zu frühesten Zeiten durch den Übergang, einer Furt über die Unstrut, besessen hat. In neuerer Zeit dokumentierte sich die besondere Lage in Form der Schnittstellen der großen überörtlichen Straßen, die die Gemeinde in allen Richtungen schneiden. Nicht zuletzt war und ist Straußfurt Eisenbahnknoten, was sich in der 1869 in Betrieb genommenen Strecke Erfurt-Nordhausen bzw. der fünf Jahre später eröffneten „Saale-Unstrut-Bahn“ (Pfefferminzbahn) zeigt. Angesichts dieser Knotenstellen ist es nicht verwunderlich, wenn 1990 festgestellt wurde, dass Straußfurt Mittelpunkt Deutschlands sei. Aber auch so trifft für die Gemeinde eine wechselvolle Geschichte zu, die 744 mit der ersten schriftlichen Erwähnung als „Stuffefurte“ beginnt. Herausgegriffen seien nur die Jahreszahlen 1324 (Bau der Marienkapelle), 1613 (schwere Überschwemmung während der „Thüringer Sintflut“), 1724 (Bau eines Waisenhauses durch Freifrau von Münchhausen), 1911 (das elektrische Licht hält Einzug im Dorf) oder 1996 (Schließung der letzten Thüringer Zuckerfabrik). Die Gewerbeansiedlung westlich der Gemeinde oder die neu entstandenen Straßen und Plätze in der Ortsmitte sowie die geschaffenen Wohngebiete „Am Schneezaun“ bzw. „Am Staudamm“ zeugen davon, dass sich Straußfurt auch in heutiger Zeit immer weiter entwickelt.

 

Seit dem 01.01.2020 gehören die Ortsteile Henschleben und Vehra (ehm. Gemeinde Henschleben von 1952 -  2019) zu Straußfurt. Um 1080 finden sich die ersten Erwähnungen der beiden Orte Henschleben und Vehra. Eine frühere Schreibweise des Ortes „Hantschuhesliebe“ stand sicherlich Pate für das alte Ortssiegel, einen auf einer Brücke stehenden und Handschuhe haltenden Mann. Deutete man den heutigen Namen Vehra als Bezeichnung für eine Fährstelle, so wundert nicht, dass der ansonsten beschauliche Fluss Unstrut den beiden Ansiedlungen jahrhundertelang mit jährlichen Überschwemmungen, damit verbundenen Gefahren und Problemen für die Landwirtschaft seinen Stempel aufdrückte. Erst das in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts gebaute Rückhaltebecken in Straußfurt bietet seitdem einen dauerhaften Schutz vor den immer wieder auftretenden Hochwassergefahren.

 

Ehrenamtlicher Bürgermeister: Olaf Starroske

Ehrenamtlicher Ortsteilbürgermeister: Frank Knaak